Equal: Wissenschaftliche Begleitung von Regionalen Entwicklungspartnerschaften der EU-Initiative EQUAL. Verbesserung regionaler Arbeitsmärkte durch Kooperation und Vernetzung der regionalen Akteure. Forschungsauftrag im Rahmen des Schwerpunktes „Lernen im sozialen Umfeld“ des BMBF Programms Lernkultur Kompetenzentwicklung.

 

 

EQUAL Entwicklungspartnerschaften
Rhein-Neckar-Dreieck (http://www.equal-rheinneckar.de)
FAIR Region Nürnberg (http://www.fair-equal-nuernberg.de)
Tourismus Netzwerk Lausitz

Gegenstand der Begleitung und Evaluation
Mit der Begleitung und externen Evaluation der drei EQUAL-Entwicklungspartnerschaften verbunden ist ein Forschungsauftrag zum Thema Lernen in regionalen Entwicklungsnetzwerken aus dem Programmsegment "Lernen im sozialen Umfeld" (LISU): "Regionale Lern- und Tätigkeitsagenturen - intermediäre Funktionen und Leistungen zur Gestaltung von regionalen Lernkulturen" Typ 2.

 

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Lernkultur Kompetenzentwicklung"

Fachlich betreut durch Frau Dr. Bootz, QUEM Berlin, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Laufzeit: 01.01.2003 bis 31.12.2004

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation: ISOB GmbH
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Gerhard Stark Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

LISU ist Bestandteil des Forschungs- und Entwicklungsprogramms "Lernkultur Kompetenzentwicklung" (http://www.abwf.de) und verfolgt mit der Förderung das Ziel, transferierbare Erfahrungen und Erkenntnisse aus gezielten Interventionen in regionale Lernkulturen zu gewinnen und zu verbreiten. Neben den projektfinanzierten "Tätigkeits- und Lernagenturen" (Typ 1) werden weitere vergleichbare Ansätze zur Entwicklung regionaler Innovationen (Typ 2) exploriert, in diesem Fall die genannten von EQUAL Deutschland finanzierten Entwicklungspartnerschaften.

EQUAL ist eine Programminitiative des Europäischen Sozialfonds (ESF), die regionale Entwicklungspartnerschaften (EP) als Interventionsmodelle zur nachhaltigen Verbesserung regionaler Arbeitsmärkte fördert. Konkret sollen "neue Wege der Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt" beschritten werden und zwar über eine Vernetzung von regionalen Schlüsselakteuren.

Die thematischen Prioritäten von EQUAL orientieren sich an den beschäftigungspolitischen Leitlinien der Europäischen Gemeinschaft. Bereits in der Operationalisierung dieser Leitlinien ist der Aspekt des Lernens und der Kompetenzentwicklung dominant. Für den LISU-Forschungsansatz interessant ist an der EQUAL-Initiative das Organisationsmuster einer regional orientierten Entwicklungspartnerschaft: Gefördert werden damit keine Einzelprojekte, sondern horizontale Netzwerke von Partnern, die zu einer gemeinsamen innovativen Entwicklungsstrategie in der und für die Region kommen.



Forschungsauftrag und Fragestellungen
Die Bearbeitung von LISU-spezifischen Fragestellungen zur Exploration der Lernprozesse der EQUAL-EPs und deren Auswirkungen auf die regionale Lernkultur ist mit der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation praktisch und theoretisch verzahnt. Eine kontinuierliche externe Evaluation gehört programmbedingt zu den Förderbedingungen einer EQUAL-EP. Mit der Übernahme dieser Aufgabe im gehört ISOB sachlich-inhaltlich zu den Kooperationspartnern der EQUAL-EPs und erbringt für diese prozessintegrierte Dienstleistungen: Datenerhebung und Auswertung, Feedback, Beratung und bedarfsorientierte Unterstützung.



Sowohl die Kooperationsprozesse als auch die Ergebnisse der Begleitung werden genutzt, um damit verknüpfte spezifische Fragestellungen zum Lernen in Entwicklungsnetzwerken des LISU-Forschungsauftrags zu bearbeiten:
1. Welches spezifische Lernumfeld bildet jede EP für die problemlösenden Lernprozesse aller Beteiligten aus? Diese Situiertheit des Lernens im spezifischen Kontext der Entwicklungsarbeit jeder EP ist für vergleichende Analysen zum Lernen in Entwicklungsnetzwerken (auch anderen Typs) inhaltlich und methodisch relevant.
2. Welche Merkmale weist das vernetzte Lernen zum Zwecke praktisch umsetzbarer innovativer Problemlösungen in den drei EQUAL-EPs auf? Geprüft wird die Arbeitshypothese, wonach in Entwicklungsnetzwerken die Lernsubjekte (EP-Akteure) etwas lernen, was nur in diesem Kontext gelernt werden kann.
3. In welchem Verhältnis stehen und entwickeln sich Wert- und Interessensorientierungen im Lernnetzwerk der EP? Mit den Ergebnissen der Exploration ist ein empirisch fundierter Beitrag zur Frage nach der Nachhaltigkeit von heterogenen Netzwerken intendiert, in denen Akteure aus unterschiedlichsten Handlungskontexten (Politik, Wirtschaft, Bildung, Sozialarbeit, Unternehmen etc.) kooperieren.
4. Welche Lerninfrastrukturen bilden sich in jeder EP aus und wie beeinflusst diese die Lernprozesse der Akteure? Wir konzentrieren uns auf das jeweils eingerichtete Informations- und Kommunikationssystem sowie das Wissensmanagement und erheben aus Sicht der Akteure Stärken und Schwächen im Hinblick auf die gemeinsame Erarbeitung von innovativen Problemlösungen.
5. Welche Auswirkungen der EQUAL-EPs auf die regionale Lernkultur lassen sich unter den Rahmenbedingungen des laufenden Forschungsauftrag feststellen?



Die Grundzüge des Ansatzes der ISOB GmbH zur wissenschaftlichen Begleitung und externen Evaluation von EQUAL-Entwicklungspartnerschaften liegen in der Datei evanspdf zum Download bereit. 
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation finden Sie in der Datei eb-lisu-equal_2005